Aale kann man oft beim Meeresangeln in Dänemark erbeuten

Aale kann man oft beim Meeresangeln in Dänemark erbeuten
Foto: Conny Fröse

Fischatlas: Der Aal

Lateinischer Name: anguilla anguilla
Dänischer Name: Ål
Englischer Name: Eel
Finnischer Name: Anguille
Französischer Name: Anguille
Italienischer Name: Anguilla
Niederländischer Name: Aal
Norwegischer Name: Ål
Portugiesischer Name: Enguia
Schwedischer Name: Ål
Spanischer Name: Anguila
Länge: bis max. ca. 1,20 m
Gewicht: bis max. ca. 12 Pfund
Vorkommen/Lebensraum: Europa, Kleinasien, Nordafrika
Erkennungskennzeichen: länglicher Körper, schlangenähnlich, Rücken-, Schwanz- und Afterflosse der Aale bilden einen durchgehenden Saum
Nahrung: Würmer, Muscheln, Schnecken, Krebse, Insektenlarven, Fische und Fischbrut, kein Aas


Grundsätzlich muß sich der Angler hinterfragen, ob er überhaupt noch Aale angeln möchte. Die Bestände sind aus verschiedenen Gründen stark geschrumpft und der Aal in seiner Existenz bedroht. Als Folge ist z.B. die Entnahme von Aalen für Sportangler seit dem 01.01.2009 in den Niederlanden verboten.


Angelmethoden:

Der Aal wird zumeist mit der Grundangel gefangen. Der wohl beliebteste Köder ist zwar der Wurm, wer jedoch den Großaalen nachstellt, bietet Fischfetzen oder ganze kleine Köderfische an (aufschneiden und die Eingeweide heraushängen lassen, das verstärkt die Duftwirkung). Bei den Köderfischen orientiert man sich am regionalen Vorkommen. Der Aal orientiert sich bei der Futtersuche mit seiner Nase, sein Geruchssinn ist aussergewöhnlich gut ausgeprägt, so dass er in der Lage ist, auch über weite Entfernungen Beute zu riechen.

Beim Grundangeln werden kräftige Ruten, Rollen und Schnüre sowie langschenklige Haken eingesetzt, da der Aal keine Möglichkeit bekommen darf, sich mit seinem Schwanz an einem Hindernis festzuklammern.

Seltener wird mit der Pose im Mittelwasser auf Aale geangelt, auch wenn diese Methode ebenfalls Erfolg verspricht. Dabei werden Fischfetzen oder kleine Köderfische angeboten. Die Pose muss so austariert sein, dass der Aal keinen oder nur wenig Widerstand spürt. Nachts helfen Knicklichter, die Pose zu erkennen.

Beim Pöddern wird ohne Haken gefischt. Dabei werden Würmer auf einen Wollfaden aufgezogen, der in einem Bündel am Grundblei befestigt wird. Der Aal verfängt sich mit seinen feinen Zähnen in der Wolle und kann gelandet werden. Allerdings ist diese Angelmethode nicht überall erlaubt, bitte erkundigen Sie sich vorher im ortsansässigen Angelgeschäft.


Der Aal in Dänemark:

Der Aal ist in Nordsee und Ostsee zu finden. Er hat gerne einen sicheren Unterschlupf, wie z.B. in Seen und Flüssen in Krautfeldern und ausgespülten Wurzeln oder umgestürzten Bäumen. Im Meer sind Molen, zwischen deren Steinen er sich aufhält, gute Stellen, ebenso in Gebieten mit Stein- unf Bewuchsfeldern. In Häfen findet er reichlich Nahrung und kann z.B. in der Nähe der Fischkutter oder Fischverarbeitungsanlagen gefangen werden.


Verwertung:

Das Fleisch des Aales ist sehr wohlschmeckend und fett, er ist in der Küche sehr beliebt. Je größer der Aal, desto größer ist der Fettansatz.

Die beliebteste Zubereitungsart ist das Räuchern in heißem Rauch. Bei größeren Aalen macht man, wenn er aus dem Rauch kommt, einen kleinen Einschnitt im Schwanzbereich, damit überschüssiges Fett auslaufen kann.

Kleine Aale können auch gut gebraten werden. Dazu nimmt man sie aus und zieht die Haut ab. Der Aal wird in 3 Finger breite Stücke geschnitten, in Mehl gewälzt und in Butter rausgebraten.

Große Aale verarbeitet man zum Beispiel auch zur berühmten Hamburger Aalsuppe.

Ein abschließender Schnaps hilft bei der Verdauung.


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