blanke Meerforelle

Schöne blitzblanke 62er Meerforelle
Foto: Konstantin Fröse

Fischatlas: Die Meerforelle

Lateinischer Name: salmo trutta trutta
Dänischer Name: Havørred
Englischer Name: Seatrout
Finnischer Name: Taimen
Französischer Name: Truite de mer
Italienischer Name: Salmo trota, Trota di mare
Niederländischer Name: Zeeforel
Norwegischer Name: Sjørret
Portugiesischer Name: Truta marisca
Schwedischer Name: Havsørring
Spanischer Name: Reo, Trucha, Trucha marina
Länge: bis max. ca. 1,00 m
Gewicht: bis max. ca. 30 Pfund
Vorkommen/Lebensraum: Atlantikküste von Nordnorwegen bis zur Biscaya, Island, Nordsee, Ostsee
Erkennungskennzeichen: torpedoförmiger Körper, Oberseite meist blaugrau bis grün, mit dunklen Flecken, die sich auch bis unter die Seitenlinie verteilen
Nahrung: Würmer, Garnelen, Fische (Heringe, Sprotten, Sandspierlinge) und Fischbrut, Tangläufer und andere Meerestiere


blanke Meerforelle

Glücklicher Angler mit 62er Meerforelle
Foto: Karsten Zygowski


blanke Meerforelle

Glücklicher Angler mit 65er Meerforelle
Foto: Konstantin Fröse

Angelmethoden:

Die Meerforelle kann abenso vom Boot wie vom Ufer aus geangelt werden. Die besten Erfolgsaussichten sind im Frühjahr und Herbst, wenn das Wasser eine der Meerforelle angenehme Temperatur hat (Sauerstoffgehalt) und ausreichend Beutefische vorhanden sind.

Der Spinnangler benötigt eine mittelschwere Spinnrute von etwa 10-30 g, dazu eine meerestaugliche Stationärrolle oder Multirolle und eine 0,20 - 0,25er monofile Schnur oder eine adäquate geflochtene (dann sollte die Rute allerdings etwas weicher gewählt werden). Es kommen schlanke Blinker zum Einsatz wie z.B. Toby, Hansen-Flash, Sølvpilen, Jensen Tobis, Smelt oder Küstenwobbler wie Spöket, Gladsax, Hingsten, Grizzly oder Kutlingen. Eine Springerfliege etwa 1/2 - 1 m vor dem Köder erhöht die Chancen. Ob der Köder schnell oder langsam eingeholt werden muss, ist stark von der Wassertemperatur Fische abhängig. Bei sehr warmem und sehr kaltem Wasser beißt die Meerforelle eher auf langsam geführte Köder, ansonsten wird der Köder schneller geführt. Ob man kontinuierlich einholt, den Köder seitlich ausbrechen läßt oder Spinnstops einlegt, ist zwar auch abhängig von den Präferenzen des Anglers, man sollte, wenn kein Biss erfolgt, alle Methoden ausprobieren.

Zum ultraleichten Spinnfischen benötigt man eine lange und geschmeidige Spinnrute von 2,70 - 3m Länge und einem Wurfgewicht von 2 - 15g. Dazu passend eine geflochtene 0,12 - 0,15er Schnur und eintsprechend leichte Spinnköder.

Der Fliegenfischer setzt eine 9-10 Fuss lange Fliegenrute der Klasse 7-8 ein. Die salzwasserbeständige Rolle sollte neben der WF-Schnur noch mindestens 100 Meter 20 lbs. Backing aufnehmen. Eine ruckelfreie, gut arbeitende Scheibenbremse unterstützt den Angler zuverlässig beim Drill. Watstiefel oder Wathose, ein Schnurkorb, ein Watstock und Watkescher vervollständigen die Ausrüstung. Das Vorfach sollte zwischen 2 (Intermediate-Schnur) und 3 (Schwimmschnur) Meter lang sein und an der Spitze einen Durchmesser von 0.22 bis 0.28 Millimeter haben. Erfolgreiche Muster sind Imitationen von Garnelen, Tangläufern und Borstenwürmern.

Aber auch mit dem Sbirolino kann erfolgreich auf die Meerforelle geangelt werden. Köder sind dabei die vorgenannten Fliegenmuster oder Streamer. Das Vorfach sollte 3 - 4m lang sein, die Köderführung bim Sbirolino-Angeln ist langsam bis sehr langsam.


Meerforellenküste

Eine typische Meerforellenküste
Foto: Konstantin Fröse

Die Meerforelle in Dänemark:

Die Meerforelle kann in Dänemark inzwischen überall wieder gefangen werden. Sie steigt in fast alle Flüsse und Auen, die ins Meer münden auf, dementsprechend gut sind die Chancen. In Hvide Sande und Thorsminde werden Meerforellen als Beifang gefangen, sie wandern durch die Schleusen in die Fjorde zu ihren Laichflüssen. Im Ringkøbing Fjord und im Limfjord kann gezielt auf die Meerforelle gefischt werden.

In der Ostsee ist das südfünische Inselmeer berühmt für seinen Meerforellenreichtum. Gerade Fünen hat sich verdient gemacht durch Besatzmaßnahmen und Renaturierung der Laichflüsse. Der Erfolg bestätigt die Ziele dieses Programms. Hier sind gute und kapitale Fänge möglich. Beste Chancen bietet auch Langeland, vor allem die Ostküste und die Nord- und Südspitze sind hervorragende Reviere.

Um Bornholm werden beim Trolling neben kapitalen Lachsen auch Meerforellen gefangen. Aber auch vom Ufer aus wird ihr gezielt und erfolgreich nachgestellt. Bornholm gilt als eines der besten Meerforellengewässer der Welt.

Auf Seeland sind HotSpots bei Stignæs, wo auch gute Regenbogenforellen gefangen werden, im Isefjord und Roskildefjord - beide Fjorde sind recht flach und bieten sich vor allem für Fliegenfischer an - und in der Sejerø Bucht. Auch in der Sejerø Bucht gehen immer wieder Regenbogenforellen an den Haken. Auch die Insel Møn lockt mit Meerforellen, hier fangen Sie die richtig großen Exemplare.

An der Ostküste Jütlands münden viele Auen ins Meer bzw. in einen der vielen jütländischen Fjorde. Beliebt ist der Vejle Fjord, den die in die Vejle Au aufsteigenden Fische durchschwimmen müssen. Die Vejle Au gehört zu den besten Meerforellenflüssen Dänemarks. Eine gute Stelle im Vejle Fjord ist die Vejle Fjord Brücke, wo sich vor allem in den kälteren Monaten viele Fische versammeln.

Auf der Landspitze Helgenæs südlich von Grenaa fndet der Angler immer ein Plätzchen, das dem Wind abgewandt ist. Hier sind Fliegenfischer und Spinnangler gleichermaßen erfolgreich.

Der Mariager Fjord hat einen eigenen Meerforellenstamm, der besonders schön gezeichnet ist. Aber auch Wanderfische sind hier zu finden. Da der Mariager Fjord an den meisten Stellen sehr flach ist, wird hier das Fliegenfischen und das Jiggen bevorzugt.


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Verwertung:

Die Meerforelle steht dem Lachs an Geschmack in nichts nach, sie kann mit den selben Rezepten verarbeitet werden. Neben dem Räuchern ist auch das Verarbeiten zum Gravad Lachs beliebt.

Aber auch alle anderen in der Küche bekannten Zubereitungsarten ergeben kulinarische Köstlichkeiten, wie z.B. die Meerforelle in Estragonsahnesauce:

Eine leichte Reduktion aus einer fein gewürfelten Schalotte mit etwas Wasser und einem trockenen Riesling herstellen, etwas Salz dazugeben und mit Sahne zu einer leicht sämigen Sauce einkochen. Fein gewiegten Estragon unterrühren und die Meerforellenfilets in der Sauce auf den Punkt garziehen lassen (das Fleisch darf innen nicht trocken werden).

Mit Salzkartoffeln oder breiten Nudeln von bester Qualität servieren.

Dazu passt der für die Sauce verwendete trockene oder halbtrockene Riesling.


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