Frage zur Bootsangeln-Montage

Brandungsangeln, Spinnfischen, Fliegenfischen, Trolling, Angeln vom Kutter

Frage zur Bootsangeln-Montage

Beitragvon Costas » Mi 6. Jan 2010, 18:34

Hallo

Mich würde interessieren, welche Montage für das Bootangeln (Pilken) braucht. z.B. welche Länge für die geflochtene, welche Vorfach-Systeme, mit oder ohne vorgeschaltete monofile zur Abfederung.

Gruss
Costas
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Re: Frage zur Bootsangeln-Montage

Beitragvon Peter » Do 7. Jan 2010, 09:05

Hallo Costas,

das kommt immer drauf an: was Du wo machen möchtest, welche Rute Du verwendest etc. Hier meine Ausrüstung für das gelbe Riff: etwas weichere 30lbs Bootsrute mit passender Multi, 20er - 25er geflochtene Schnur (60er Mono Unterfütterung) und 1-2m Mono Vorfach mit Gummimakks und Endpilker mit Fischfetzengarnierung. Bei nicht zu harter Bremseinstellung schlitzt da nichts aus. Das Pilkergewicht richtet sich nach Wassertiefe und Driftgeschwindigkeit. Grundsätzlich achte ich darauf, nicht allzuviel Wasserwiderstand zu bieten (durch zu langes und dickes Mono Vorfach und voluminöse Beifänger), damit ich den Köder besser kontrollieren kann. Ähnliches würde ich auch beim Wrackangeln von Hvide Sande aus einsetzen, habe damit auch vor Holland schon schöne Dorsche aus den Wracks gezogen.

Gruß

Peter
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Re: Frage zur Bootsangeln-Montage

Beitragvon Costas » Do 7. Jan 2010, 14:20

Hallo Peter

Danke für die Tipps.

Zur Schnurlänge. Angenommen es wird bis zur 100m Tiefe geangelt. Wieviel Reserve muss man haben? Kommen öfters Abrisse vor oder eher beim Wrackangeln?

Reichen die 1-2m monofile zur Abfederung aus? Ich habe gehört, dass welche biszu 12 Meter monofile zur Abfederung zwischen der geflochtenen Schnur und des Vorfachs einschalten.

Gruss
Costas
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Re: Frage zur Bootsangeln-Montage

Beitragvon Peter » Mo 11. Jan 2010, 18:45

Hallo Costas,

mit Abrissen solltest Du beim Wrackangeln immer rechnen, daher ist die Mono auch wichtig, um die Schnurkapazität der geflochtenen zu schonen. Ich kann Dir leider nicht genau sagen, wieviel ich auf den Rollen habe, es ist in jedem Falle reichlich; geschätzt etwa 200m Mono als Unterfutter und jenseits der 300m Geflecht. Leider ist die einmal gelernte Mathematik aus der Schule durch jahrzehntelanges Nichtbenötigen dermaßen in Vergessenheit geraten, daß ich Dir es nicht mehr ausrechnen kann, wieviel Schnur draussen ist bei 100m Wassertiefe und z.B. einem Driftwinkel von 10°.

Aber zurück um Thema. Mit einigen 100m Schnur bist Du auf der sicheren Seite, Abrisse wirst Du immer mal haben, bevorzugt über Wracks und 2m Monopuffer haben mir bislang ausgereicht (bei Verwendung einer nicht zu harten Rute und sanften Drills). Stell Dir vor, Du hast eine starke Drift und 100m unter Dir. Nun stelle Dir vor, der eine Angler hat 2m Puffer und nur einen Gummimakk als Beifänger, der andere 10m Puffer und 2 Oktopusse dran. Wer hat die bessere Köderkontrolle? Nummer 2 ist für Nummer 1 ein ständiges Ärgernis, da seine Schnur schneller verdriftet, als er gucken kann und sich mit den anderen vertüddelt (der Knabe hat ja auch keine Lust alle Minute seinen Kram einzuholen und frisch abzulassen).

Gruß

Peter

Nachtrag: diese Angaben beziehen sich auf das Angeln in der Nordsee, in flachen Ostseegebieten nehme ich eine komplette andere Ausrüstung.
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