Fliegenfischen in Dänemark

Es gibt wohl kein Fleckchen in Dänemark, wo man nicht mit der Fliege angeln kann. Eigentlich ist Dänemark ein Eldorado für Fliegenfischer.

In den kleinen Auen Dänemarks warten nicht nur Weißfische darauf, mit kleinen Nassfliegen oder Nymphen überlistet zu werden. Nein, die allermeisten Auen haben einen hervorragenden Bestand an Salmoniden, wie Bachforelle, Regenbogenforelle und Äsche. Die Schwerpunkte variieren je nach Gewässer, so sind einige ausgesprochen gute Äschengewässer, in anderen ist die Bachforelle dominierend, in anderen wiederum die Regenbogenforelle.

Lachs und Meerforelle sind ebenfalls in fast allen Gewässern wieder heimisch und erreichen Traumgewichte. Und die meisten Auen sind gut mit der Fliegenrute zu befischen. Einige Auen sind "Flyfishing only" Gewässer oder haben entsprechende Strecken.

Für Äschen und Forellen reicht im Allgemeinen eine Ausrüstung der Klasse 4/5 mit passender Rolle und schwimmender Schnur. Die kleinen Auen sind zumeist nicht sehr tief, so dass ein sinkendes Vorfach mit Nassfliege oder Nymphe ausreicht. Bei den größeren und tieferen Auen kann eine Fliegenschnur mit sinkender Spitze oder eine Sinkschnur angebracht sein. Es ist gut, für Eventualitäten gerüstet zu sein, denn nach einer Regenperiode, können die Auen recht angeschwollen sein.

Es spricht auch nichts dagegen, wenn Sie Hechten und Barschen mit der Fliegenrute nachstellen. Kleine Streamer für Barsche und größer Streamer und Popper für Hechte sind die richtige Wahl. Nehmen Sie dafür die Ausrüstung, die Sie auch daheim einsetzen, gegebenenfalls die Forellen- und/oder Lachsausrüstung.


Der Meerforellenangler wird eine 6/7er Fliegenausrüstung im Gepäck haben, auch wie bei den Forellen und Äschen mit verschiedenen Variationsmöglichkeiten. Bei den Lachsen braucht es jedoch einige Vorüberlegungen, um das richtige Equipment mitzunehmen. Zuerst einmal sind die Fragen: "an welchen Gewässern angele ich?" und "welche Fische sind zu der Zeit in der ich dort angle im Fluss?" zu beantworten.

Grundsätzlich kann zwar theoretisch immer ein kapitaler Fisch einsteigen, jedoch sind die Chancen darauf nicht immer gleich groß. Nehmen wir als Beispiel die Skjern Au: zum Saisonstart sind eher weniger, aber dafür große Fische zu erwarten, im den wärmeren Sommermonaten sind viele kleinere Sommerlachse im Fluss, gegen Saisonende sind es wieder weniger, aber auch wieder größere Fische, die an die Haken gehen. Eine 7er - 10er Zweihand-Ausrüstung ist das Richtige.


Im Meer herrscht eine große Vielfalt. In der Nordsee probieren Sie es mit auffälligen Streamern oder Poppern auf Wolfsbarsche, in der Ostsee mit kleinen Algenfliegen oder Brotfliegen auf Meeräschen. Meerforellen können Sie fast überall fangen, Imitationen von Sandspierlingen, Shrimps oder Sandwürmern sind sehr fängig, wenn Sie sie nicht selbst binden, können Sie sie in vielen Angelgeschäften kaufen.

Auf Dorsche wird eher seltener gezielt mit der Fliege geangelt, in der Ostsee bestehen jedoch gute Chancen. Man muss gar nicht weit runter mit dem Köder, oftmals vergreifen sie sich an kurz unter der Oberfläche gestrippten Fliegen, die eigentlich für Meerforellen gedacht waren.

Abschließend bleibt noch der Hornhecht zu nennen. Die Zeit der Rapsblüte ist Hornhechtzeit. Eine leichte Rute mit Spierlingsnachbildungen ist erfolgreich. Da jedoch die Haken beim Hornhecht schlecht fassen, lohnt sich einmal ein Versuch mit Seidenfäden oder Wollfäden (wie beim Pöddern). Die feinen Zähne des Hornschnabels verfangen sich darin und es bedarf keines Hakens mehr, die Fehlbissrate sinkt drastisch und zu kleine Exemplare können verletzungsfrei zurück gesetzt werden.


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