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Hechtangeln - 6 Tipps fur kapitale Hechte

Wer es auf einen kapitalen Hecht abgesehen hat, hat es häufig nicht leicht. Denn viele Faktoren beeinflussen das Hechtangeln sehr stark. Hierzu zählt nicht nur der richtige Köder, sondern auch die korrekte Ausrüstung und die richtige Zeit + der richtige Ort. Wir wollen in diesem Artikel zeigen worauf es ankommt damit möglichst große bzw. kapitale Exemplare an Land gezogen werden. Denn die Erfolgschancen können bei der richtigen Anwendung massiv beeinflusst werden.

Hechtangeln

Hechte haben unglaublich viel Power
Foto: Pixabay.com

1. Die richtige Rute

Ein entscheidendes Kriterium ist natürlich die richtige Hechtrute. Sie muss vor allem stark sein. Denn wer einmal einen Hecht an der Leine hatte, der wird wissen welche Power die Raubfische haben können.

Daher ist es wichtig, dass die Hechtrute sehr stark und belastbar ist. Da man in der Regel viel beim Hechtangeln arbeiten muss, sollte man eine möglichst leichte Spinnrute wählen.

Folgenden Eigenschaften bieten eine erste Orientierung um die Wahl etwas einzuschränken:

  • Länge: 240 cm
  • Teile: 2
  • Transportlänge: 120 cm
  • Gewicht: 240g
  • Wurfgewicht: 20-80 g

Außerdem sollte darauf geachtet werden, dass sie eine möglichst schnelle Aktion hat und aus einem leichten Material (wie zum Beispiel Carbon) besteht. Marken die sich als gut in der Vergangenheit erwiesen haben sind Fishinghost und Dam. Bei der Rute solltest du auf keinen Fall am falschen Ende sparen.

2. Die beste Hechtrolle

Auch die Hechtrolle ist entscheidend. Denn sie kann viel Ärger sparen und erleichtert dem Angler das Arbeiten am Wasser. Dabei ist eine verstellbare Bremse das A und O. Wir empfehlen eine Stationärrolle. Aber auch eine Multirolle stellt in der Regel kein Problem dar.

Auch hier wieder eine Übersicht der entscheidenden Eigenschaften die eine gute Rolle zum Hechtangeln auszeichnen:

  • 4 Kugellager
  • Größe: 2500
  • Rollenbügel
  • Rücklaufsperre
  • Aluminiumspule
  • Bügelfeder
  • Schnurlaufröllchen
  • Aluminiumkurbel

Ähnlich wie bei der Rute sollte auch hier wieder nicht am falschen Ende gespart. Namhafte Hersteller in dem Bereich der Hechtrolle sind bspw. Daiwa, DAM oder Spro.

3. Der beste Hechtköder

Als besonders fängig erweisen sich beim Hechtangeln Köderfische, Wobbler und Jerkbaits. Wenn wir uns für einen entscheiden müssten, dann wären es allerdings die Köderfische. Denn diese sind hinsichtlich dem Geruch, der Form, dem Aussehen und der Größe immer noch am realistischsten gegenüber allen Kunstködern. Auch, wenn in Deutschland "nur" tote Köderfische angeboten werden können, können diese dennoch mit der richtigen Köderführung einigermaßen "realistisch" aussehen.

Folgende Köderfische haben sich in der Vergangenheit als besonders effektiv herausgestellt:

  • Karausche
  • Gründling
  • Barsch
  • Rotfeder
  • Plötze

Und auch hier: Wenn wir uns für einen Köderfisch entscheiden müssten, wäre es die Rotfeder. Allerdings sollte man für das jeweilige Gewässer einfach unterschiedliche Köfis ausprobieren. Denn je nach Gewässer, können die Fangerfolge sehr unterschiedlich sein. Weitere Hechtköder sind außerdem in dem großen Bericht zum Hechtangeln für Anfänger und Fortgeschrittene zu finden.

4. Die korrekte Zeit

Der Hecht beißt in der Regel nicht zu jeder Zeit. Wir haben die beste Erfahrung vor allem im Frühjahr gemacht. Hier sind die Hechte in der Regel besonders aktiv und auf Beutezug. Am besten haben sich für uns die frühen Morgenstunden herausgestellt. Aber auch abends oder in der Nacht können Hechte gefangen werden.

Am besten ist es an dem jeweiligen Gewässer mit anderen Anglern zu sprechen. Denn diese haben meistens ganz eigene Erfahrungen gemacht und können entsprechende Empfehlungen abgeben.

Hechtangeln

Das Gewässer vorher zu überprüfen, kann sich lohnen
Foto: Pixabay.com

5. Die richtige Angelstelle

Am besten ist es, wenn man sich vorher über den allgemeinen Fischbestand informiert. Hechte halten sich vor allem dort auf wo der Fischbestand relativ groß ist. Das heißt, wenn dort viele Weißfische vorhanden sind, sind in der Regel auch Raubfische wie Hechte (oder auch Zander) zu finden. Um etwas über den Fischbestand herauszufinden, kannst sollte entweder der Pächter gefragt oder ein Fischfinder verwendet werden. Allerdings ist bei Zweitem ein Boot notwendig um das Gewässer hinsichtlich Struktur und Bestand auszuloten.

Häufig versteckt sich der Hecht gerne. Dabei kann er sich an umgefallenen Bäumen, im Schilf, an Wurzeln oder im Uferbereich aufhalten. Hier lauert er in der Regel auf seine potenzielle Beute. Es lohnt sich daher die Rute auch einfach mal an Orten auszuwerfen, die etwas "schwieriger" zu beangeln sind.

6. Die Angeltechnik

Grundsätzlich kann beim Hechtangeln zwischen zwei verschiedenen Angeltechniken unterschieden werden:

  • Spinnfischen
  • Stippfischen

Wir bevorzugen das Stippfischen da sich diese Methode vor allem für das Führen von Köderfischen am besten eignet. Wichtig ist allerdings, dass ein Anhieb erst gesetzt wird, sofern der Hecht an der Hechtrute gespürt wird. Der Drill kann schon mal sehr lange dauern da der Hecht ein echter Kämpfer ist und nicht so schnell aufgibt. Gib ihm diese Zeit. Denn vorher ist es nur sehr schwierig ihn an Land zu holen.


Über den Autor

Christian ist leidenschaftliche Angler und auf der ganzen Welt zuhause. Seine Lieblingsländer zum Angeln sind Thailand, Indonesien und Spanien. Er betreibt die beiden Webseiten handangeln.de und angelscheine.org auf der sich Neueinsteiger mit dem Thema Angeln vertraut machen können. Aber auch Fortgeschrittene Angler erfahren hier eine Vielzahl von Tipps und Tricks um Ihre Angelmethodik zu verbessern.


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