Foto: Jörg Brosius

Angeln auf Seeland

Attraktive Angelgewässer gibt es reichlich auf Seeland, sowohl im Süßwasser als auch im Salzwasser

Mit 7.444 Quadratkilometern ist Seeland die Hauptinsel im Osten Dänemarks und angrenzend an Schweden, von dem es nur durch den Øresund getrennt ist. Sie beherbergt die Hauptstadt Kopenhagen sowie eine Vielzahl weiterer idyllischer Städte und Dörfer, wie z. B. Roskilde mit ihrem Weltkulturerbe, dem Dom von Roskilde.

Attraktive Angelgewässer gibt es reichlich auf Seeland, sowohl im Süßwasser als auch im Salzwasser, so dass der Angler sich hier wohlfühlen wird.


Der Øresund bildet die Grenze zu Schweden, womit auch schon einen der berühmtesten Angelplätze Seelands genannt ist. Im Winter wurde hier früher kapitalen Dorschen nachgestellt; allerdings sind die Laichdorsche inzwischen geschützt und dürfen nicht mehr gefischt werden. Die Kaliber, die ab April gefangen werden, sind aber immer noch beachtlich.

Auch die großen, fetten Winterheringe sind eine heiß begehrte Beute in der kalten Jahreszeit. Im Übrigen gehen hier Plattfische, Hornhechte und Meerforellen bis 30 Pfund an die Angeln der Urlauber.


Beliebt ist auch das Angeln auf dem Großen Belt, der Kleinbootangler sollte aber in jedem Falle die mitunter starken Strömungen im Auge behalten, denn der große Belt ist auch eine stark befahrene Schifffahrtsroute.

Von den Häfen im Norden der Insel aus fahren Kutter aufs Kattegat. Die erbeuteten Fischarten sind vielfältig. Neben dem Dorsch gehen auch Katfisch, Leng, Makrele, Hering, Dornhai und viele mehr an die Haken.

Die weitläufige Küstenlinie Seelands bietet dem Angler bei jedem Wind und Wetter die Chance, seinem Sport nachzugehen. Erbeutet werden Meerforellen, Makrelen, Hornhechte und Plattfische in schönen Stückgrößen.

Aber auch die Meeräsche ist inzwischen häufig anzutreffen. So sind bekannte Plätze im Norden der Insel von der Sejerø Bugt bis zur Nivå Bugt. Aber halten Sie auch im Süden die Augen offen, die Meeräsche ist ein starker Kämpfer und beliebt in der Küche.


Und wer weiß, vielleicht geht ja eines Tages wieder einmal ein roter Thunfisch an den Haken. Auch wenn heute der Thunfisch selten geworden ist, gab es doch früher eine nennenswerte Thunfischangelei von Seeland aus. Seelands Odde bei Nykøbing war der Ausgangspunkt der Touren in den Kattegat und in den Eingang des Øresunds. So wurde 1949 der Sandinavisk Tuna Club gegründet. Bis Ende der 1950er Jahre wurden Thune mit Stückgewichten bis knapp 700 Pfund im Kattegat gefangen.

Allerdings müsste zur Bestandserholung der rote Thun in erster Linie weltweit geschützt und der Handel mit seinem Fleisch verboten werden.


Angeln im Süßwasser auf Seeland

Auch wenn Seeland eher wenig bekannt ist für das Angeln im Süßwasser, ist das Repertoire doch sehr groß. Es gibt auf Seeland eine Vielzahl an Fließgewässern und Seen, die abwechslungsreiche Fischwaid bieten. Dazu kommen noch die großen Brackwassergebiete in den Fjorden.

Bei den Flüssen und Auen sind die Elverdams Å, Flintinge Å, Græse Å, Halleby Å, Havelse Å, Køge Å, Nivå, St.Vejle Å, Suså, Tryggevælde Å, Tude Å, Tuse Å und die Usserød Å als gute und bekannte Gewässer zu nennen. Teilweise haben sie einen guten Meerforellenaufstieg (Fische von über 20 Pfund), einige einen guten Bachforellenbestand (vor allem in den Oberläufen), andere sind bekannt für das gute Angeln auf Friedfische, Hechte, Barsche (über 4 Pfund) und Zander (über 14 Pfund).

Neben den vorgenannten Fließgewässern gibt es auch viele Seen mit hervorragendem Fischbestand. Von der Liste der 15 größten Seen Dänemarks liegen sechs auf Seeland. Das gibt schon einen kleinen Eindruck über die Menge an befischbaren Wasserflächen.

Zu den allgegenwärtigen Weißfischen können auch schöne Schleien und Karpfen gefangen werden. Bei den Raubfischen sind es Barsche, Hechte und Zander denen vom Ufer oder vom Boot aus nachgestellt wird, in einigen Seen gibt es auch gute Bestände an Aalquappen wie z. B. dem Esrum Sø.

In einigen Seen darf kostenlos geangelt werden, für die meisten jedoch benötigst Du einen Angelschein von den Inhabern der Fischereirechte. Das können die Landbesitzer sein oder auch Angelvereine. Einige Angelvereine geben Tageskarten aus, in anderen musst Du Mitglied werden.

Erkundige Dich auf alle Fälle vor Ort nach den geltenden Schonzeiten, Mindestmaßen und Fangbeschränkungen. In manchen Gewässern gehen die Vorgaben über die gesetzlichen Regelungen hinaus.

Im Præstø Fjord, Stege Nor, Jungshoved Nor und im Fanefjord gilt für Hechte ganzjährig ein Entnahmeverbot und in der Zeit vom 1. April bis 15. Mai ein generelles Angelverbot.


Anreise:

Zu erreichen ist Seeland vom dänischen Festland aus via Fünen über die großen Brücken über den kleinen und großen Belt. Das ist eine ganz besonders reizvolle Tour, da der Blick von den Brücken auf die Belte einfach unbeschreiblich schön ist. Der direkteste Weg ist über die Vogelfluglinie mit der Fähre Puttgarden – Rødbyhavn.


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